Der Einladung zum 14. Turnier um den „Pokal der Sparkasse Spree-Neiße“ in der Klasse 2.Bundesliga folgten Teams aus Berlin, Magdeburg, Demmin und Wiednitz. Für den Lausitzer Radsportverein spielten die Bundesligisten Mario Bossan und Jan Pannach als Cottbus 1 und unsere neu formierte Verbandsligamannschaft Carsten Dobs und Willi Dittrich. Bis zum 15. und letzten Spiel blieb die Spannung im Turnier. Dann stand fest, Demmin gewinnt mit nur einem Punkt vor Cottbus 1 und vor Berlin den großen Pokal. Die Cottbuser „Youngster“ Dobs/Dittrich spielten couragiert mit, schossen in jedem Spiel mehrere Tore, zogen aber gegen die höherklassigen Bundesligateams am Ende den Kürzeren. Bereits im ersten Spiel der Cottbuser gegeneinander zeigten Carsten Dobs und Willi Dittrich, dass sie den Bundesligateams nicht nur zuschauen und verteidigen werden. Sie schossen drei sehenswerte Tore bevor sie am Ende der zweiten Hälfte das Spiel mit 3:7 abgaben. Mario Bossan und Jan Pannach gewannen zwei weitere Spiele sicher mit 8:5 Toren gegen Magdeburg (in Spielgemeinschaft mit einem Radballer aus Berlin) und 9:4 gegen Berlin. Dabei hätten die je zwei letzten Gegentore am Ende der Spiele nicht mehr sein müssen. In die Endabrechnung der Pokalwertung gehen nur die Punkte ein. Der harte Einsatz bis zur letzten Sekunde bleibt den Punktspielturnieren der Bundesliga vorbehalten. Ausgerechnet gegen die Oberligisten aus Wiednitz kassierten Bossan/Pannach eine Niederlage. Sie gingen zu lässig in das Spiel und fingen schnell Gegentore. Die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit kam zu spät. Vorteile am Ball, im Zweikampf, schnelle Doppelpässe und viele Schüsse aufs Tor nützten nichts. Die bissigen Wiednitzer retteten einen 4:3-Sieg über die Zeit. Demmin war der entscheidende Gegner der Cottbuser um den großen Pokal. In der 2. Bundesliga hieß es zuletzt noch 3:1 für Cottbus. Ausgerechnet vor heimischer Kulisse ging gar nichts. Mario Bossan musste im Tor platzierte Scharfschüsse passieren lassen, zwei Abwehrfehler kamen hinzu und eigene Schüsse misslangen zu Kontern mit Fernschüssen ins leere Cottbuser Tor. Unglaubliche 0:5 Tore hieß der eigentlich schon aussichtslos erscheinende Rückstand. Wenigstens mit 1:5 ging es in die Halbzeitpause. Wie verwandelt kamen Bossan/Pannach zur 2. Halbzeit. Überlegtes schnelles Spiel, keine Fehler, platzierte Schüsse und es stand 4:5. Quasi mit dem Schlusspfiff gelang Mario noch mit einem Gewaltschuss der verdiente 5:5-Ausgleich. Das Spiel wurde nicht mehr angepfiffen. Das Unentschieden reichte nur zum Gewinn des Pokals für den 2. Platz. Demmin gewann. Berlin wurde Dritter. Dobs/Dittrich blieben trotz ihrer 14 geschossenen Tore Sechster. Kommentar des Trainers:„Carsten und Willi waren gut dabei, haben ihre Obergrenzen kennen gelernt und nehmen diese Erfahrungen hoffentlich positiv in die nächsten Turniere der Verbandsligaturniere mit.“
 
Tabelle Eliteturnier

                                    Punkte               Tore
 1.    Demmin                    11                  35: 17 
2.    Cottbus 1                   10                  32: 21
3.    Berlin                          8                  23: 24
 4.    Wiednitz                     7                   23: 25
 5.    Magdeburg/Berlin        6                   26: 29
 6.    Cottbus 2                   0                   14: 37

Auf dem zweiten Spielfeld der Städtischen Turnhalle in der F.-L.-Jahn-Straße fand parallel zum Turnier der Eliteklasse das Turnier der Leistungsklasse Landesliga statt. Es reisten an Großenhain, Spremberg, Großkoschen und Finsterwalde. Denen stellten sich zwei Cottbuser Duos. Lutz Pannach und Gerold Noack als Cottbus 3  und Cottbus 4 mit dem Juniorenteam Aaron Schulrath/Alexander Koch komplettierten das Sechserfeld. Finsterwalde gewann nach 2006 bereits zum zweiten Mal den Pokal. Nach dem großartigen Sieg im Vorjahr errangen Pannach/Noack diesmal den kleineren Pokal für den 2. Platz. Dritter wurde überraschend Großkoschen. Das Juniorenduo Schulrath/Koch hatte das Zeug mindestens zum 3. Platz. Mit zu viel, wenn auch verständlicher Nervosität vergaben sie zahllose Torchancen und bei gleich zwei 4:4-Unentschieden gegen Großenhain und Großkoschen kam auch noch Pech hinzu. Platz 5 war es am Ende. Im Spiel gegeneinander schenkten sich die Cottbuser nichts. Mit 3:2 behielten die „Alten“ noch einmal die Oberhand über Schulrath/Koch. Die „Jungen“ gewannen später genauso knapp mit 4:3 Toren gegen Spremberg. Pannach/Noack hatten mit drei Unentschieden in fünf Spielen nicht ihren Glückstag. Sowohl beim 3:3 gegen Großenhain als auch beim 2:2 gegen Großkoschen liefen sie einem Rückstand hinterher. Beide Mal hatten leichtfertige Abwehrfehler zum schnellen 0:1 und 0:2 geführt. Und nach jeweils drei oder vier missglückten Eckstößen pro Spiel verschoss Noack noch einen 4-Meter-Strafstoß. Das offensive Anrennen in den zweiten Halbzeiten reichte immer nur bis zum Remis. Das entscheidende Spiel der Cottbuser um den Tagessieg gegen Finsterwalde lief nicht besser. 0:2 und erst dann begannen Pannach/Noack scheinbar richtig. Nach einer Verletzungspause beim 3:3 hatte Noack sogar noch den Turniersieg am Vorderrad. Kurz vor dem Abpfiff ging der Schuss am Tor vorbei und damit der Turniersieg verloren. Was bleibt ist die Genugtuung, dass Pannach/Noack als einzige Mannschaft kein Spiel verloren und mit Platz 2 die idealen Gastgeber waren. Vereinsvorsitzender und Organisator des Turniers Lutz Panach resümierte: „Es waren wieder sehr faire und spannende Spiele. Von 15 Spielen gingen 5 unentschieden und 5 weitere mit einem Tor Differenz aus. Der Erste musste eine Niederlage einstecken. Der Letzte holte zwei Unentschieden heraus. Es hat allen Spaß gemacht. Wir freuen uns auf das 15. im kommenden Jahr!“

Tabelle der Leistungsklasse Landesliga
 
                               Punkte              Tore
1.    Finsterwalde           10              16: 11
2.    Cottbus 3                9               15: 12
3.    Großkoschen           8               15: 12
4.    Spremberg              6               15: 16
5.    Cottbus 4 (Jun.)      5               14: 17
6.    Großenhain             2               12: 19