Das Große Neujahrsturnier um den „Pokal der Sparkasse Spree-Neiße“ läutete das Cottbuser Sportjahr der Radballer ein. 14 Mannschaften aus Sachsen, Thüringen, Niedersachsen und Berlin/Brandenburg folgten der Einladung zur bereits 16. Auflage des bei Sportlern und Zuschauern beliebten Turniers. Der Pokal wurde in zwei Leistungsklassen ausgetragen. Bei den acht Radballteams der Oberliga gewann das Freiberger Duo vor Brandenburg und Hahndorf (Niedersachsen). In der Leistungsklasse der sechs Landesligamannschaften siegten die Finsterwalder Männer vor Großenhain und Cottbus. Bis zu dieser Entscheidung war alles zu sehen, was ein Radballerherz höher schlagen lässt – spektakuläre Tore, Verlängerung und 4-Meter-Strafstoßschießen. Vier Cottbuser Männer-Mannschaften des Lausitzer Radsportvereins (LRV Cottbus), die in den nächsten Wochen den Turnierbetrieb um Meisterschaftspunkte beginnen werden, zeigten ihr Können der kleinen Schar Cottbuser Fans. Zusätzlich startete mit Lino Stellmacher und Michel Schwartz das stärkste Cottbuser Nachwuchsduo aus dem U19-Juniorenbereich. Wie in den letzten Jahren sahen die Zuschauer auf zwei Spielfeldern 35 spannende Spiele. Bei den 15 Spielen der 6 Teams der Landesliga im Modus „Jeder gegen Jeden“  endeten vier unentschieden und weitere drei Spiele gingen denkbar knapp mit 3:2 Toren zu Ende. Jede Mannschaft hätte das Turnier gewinnen können. Im Turnier der Oberliga setzten sich in den zwei Viererstaffeln zunächst ungeschlagen Hahndorf und Brandenburg durch. Die Cottbuser 1. Mannschaft mit Mathias Lucas und Vincent Noack steckte im Auftaktspiel gegen Hahndorf eine überraschend hohe 2:7-Niederlage ein und gewann danach überlegen 6:2 gegen Spremberg und 7:3 gegen Stadtilm. Das hieß Platz 2 in der Staffel, Halbfinale und damit war noch alles drin. Im ersten Halbfinale trafen Lucas/Noack auf Brandenburg. Sicheres Spiel, schnelles Spiel, spannendes Spiel, aber kaum Tore und 1:1 am Ende. Das hieß sofort Strafstoßschießen. Verlängerung gibt es nur im Endspiel. Vier Schuss für jedes Team vom 4-Meter-Punkt. Die Sieger lieben es, die Verlierer werden es hassen und ihren vergebenen Chancen nachtrauern. Die Zuschauer waren begeistert. Cottbus im Pech verliert 0:2. Das zweite Halbfinale war noch spannender, weil mehr Tore fielen und Freiberg gegen Hahndorf erst in letzter Minute den verdienten 5:4-Sieg erzwang. Das Spiel um Platz 3 lief für Cottbus wie das Halbfinale, schnell, sicher, knapp, zu wenig Torchancen, nur diesmal mit 2:3 Toren. Am Ende nur Platz 4 für Cottbus 1. Das Finale Brandenburg – Freiberg war ein Duell der Kampfkraft gegen die Schnelligkeit. Die bärenstarken und schussgewaltigen Brandenburger ließen die blitzschnellen Freiberger umherwirbeln, hielten ihre Torschüsse und konterten überlegt. Es stand 2:0 zur Halbzeit und sah nach einer klaren Sache aus. Die Freiberger wurden immer schneller bis es 2:2 stand. Brandenburg hielt noch einmal gegen (3:2) bis es am Spielende 3:3 stand. Diesmal musste eine Halbzeit Verlängerung her ehe das 4-Meter-Schießen drohte. Freiberg blieb im Aufwind der zweiten Halbzeit, hatte mehr vom Spiel und mit einem Glücks- und einem Zauberball überwanden sie den starken Brandenburger Torhüter, schafften ein 5:3 und gewannen den großen „Pokal der Sparkasse Spree-Neiße“ verdient. Die Cottbuser Oberligisten Cottbus II Sebastian Grabia und Felix Stege und die Verbandsligamannschaft Cottbus III mit Alexander Koch und Aaron Schulrath schlugen sich achtbar, gewannen 5:3 gegen Stadtilm bzw. 5:4 gegen Spremberg I und trafen so im Spiel um den 5. Platz aufeinander. Cottbus II gewann 6:2. Die Jüngsten im kleinen Turnier der Landesligisten – Lino Stellmacher und Michel Schwartz (U19) – schafften in ihrem bereits zweiten Männerturnier noch nicht den Durchbruch. Sie erkämpften ein 2:2 gegen Spremberg II  und gar ein 7: 2 gegen die Spielgemeinschaft Luckau/Cottbus mit Nils-Olaf Melcher und André Koch.  Platz 5 war ihr Lohn. Den Turniersieg der Landesligisten holte Finsterwalde mit 4 Siegen und einem 4:4 gegen Spremberg. Zweiter wurde Großenhain, dritter Cottbus mit Lutz Pannach und Gerold Noack, wobei im Laufe des Turniers Lino Stellmacher noch für Pannach einspringen musste.

Endstand Oberliga:

  1. Freiberg
  2. Brandenburg
  3. Hahndorf
  4. Cottbus 1
  5. Cottbus 2
  6. Cottbus 3
  7. Spremberg 1
  8. Stadtilm

Endstand Landesliga:

  1. Finsterwalde
  2. Großenhain
  3. Cottbus 4
  4. Spremberg 2
  5. Cottbus U19
  6. Cottbus/Luckau