Jan Pannach und Vincent Noack haben den Klassenerhalt geschafft. Somit spielen Cottbuser Radballer auch 2014, d.h. 10 Jahre hintereinander, in der 2.Bundesliga...

Die Klasse gehalten - Cottbus bleibt in der 2. Bundesliga. Die einstellige Platzierung ist geschafft. Wir planen mit neuer Mannschaft für 2014.“ Das klingt wie Fußball, ist aber die Zusammenfassung vom Trainer Lutz Pannach. Die beiden sechsten und damit letzten Turniere der 2. Radballbundesliga Nord fanden zeitgleich mit je sechs Mannschaften in Großkoschen und Zscherben statt. Jan Pannach und Vincent Noack aus Cottbus gewannen bei ihren letzten drei Spielen drei Punkte, verloren dennoch drei Tabellenplätze. Sie rutschten auf Platz 9 ab und gewannen so den letzten Nichtabstiegsplatz. Nach dem Mittelfeldgerangel beim fünften Turnier, das Niemandem Vorteile brachte, war der letzte Spieltag der Liga ein reiner Abstiegskampf. In 20 der insgesamt 22 Spiele drehte sich der Ball nur darum, dass 7 Teams gegen die noch zwei offenen Abstiegsplätze kämpften. Vier Teams standen nach fünf Turnieren sicher vorn und mit Wiednitz stand der erste Absteiger fest. Pannach/Noack starteten couragiert gegen die mit Abstand Besten der Liga aus Zscherben. Die Rollen schienen klar verteilt. Dennoch - die Cottbuser trotzten dem Favoriten beim 5:6 noch fast einen Punkt ab. Es stand lange 5:5. Erst ein glückliches, ungewöhnliches  Freistoßtor in letzter Minute unter beiden Tretlagern der Cottbuser hindurch brachte die Entscheidung für Zscherben 1. Mit dem gleichen Schwung und dem vollen Offensivspiel gelang gegen den späteren zweiten Absteiger Chemnitz der eingeplante Pflichtsieg mit einem hohen, nie gefährdeten 6:1. Würde das Reichen? Die Telefone zwischen den Spielorten Großkoschen und Zscherben liefen heiß. Für Cottbus könnte es reichen. Dabei hätte eine kleine Geschichte am Rande eine Rolle spielen können. Wohl noch nie gab es einen „Familiendreikampf“ in der 2. Bundesliga, bei dem Drei einer Familie in drei verschiedenen Mannschaften und zwei verschiedenen Clubs um die gleichen Punkte kämpften. Altmeister Norbert Noack spielte als Reservespieler für Großkoschen 1 um den Aufstieg und gewann alle Spiele. Somit half er Großkoschen in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Oliver Noack gewann mit seinem Partner zwei Spiele und blieb im Mittelfeld auf Platz 7. Vincent Noack mit Jan Pannach profitierten am Ende des Fernduells tatsächlich von den „Familienergebnissen“, da beide Großkoschener Teams Magdeburg bezwangen. Magdeburg und nicht Cottbus geht in die 3. Liga zurück. Das dritte Cottbuser Spiel des Tages gegen den Mitaufstiegsaspiranten Zscherben 2 ging nach einer spanneneden ersten Halbzeit und 2:2 Toren noch 4:7 verloren. Platz 9 für Pannach/Noack und den Cottbuser Radball war am Ende der aufregenden Saison mit Spielerausfall und Totalabsage des 4. Turniers aufgrund von Krankheit der verdiente Lohn der Tüchtigen. Nach dem zeitigen Ausfall von Stammspieler Mathias Lucas rettete „Altcottbuser“ Jan Pannach mit seiner Erstligaerfahrung trotz, seines Wohnsitzes in Dortmund, dem LRV Cottbus den Zweitligaplatz. Jetzt kann der Verein voraussichtlich mit der Mannschaft Vincent Noack und Mathias Lucas langfristig seine inzwischen 10. Bundesligasaison 2014 planen. Magdeburg und Berlin sind die Verlierer des Tages. Berlin gab den Relegationsplatz zum Aufstieg an die mit vier Siegen überragend heimstarken Zscherbener ab. Magdeburg steigt mit 26 Punkten und ausgeglichenem Toreverhältnis unglücklich ab. Das gab es so lange nicht mehr. Wiednitz und Chemnitz folgen Magdeburg. In die erste Relegationsrunde zum Aufstieg in die 1. Bundesliga schafften es Großkoschen 1 und Zscherben 2. Zscherben 1 qualifiziert sich somit direkt für die finale Aufstiegsrunde in die 1. Bundesliga im Rahmen der Deutschen Meisterschaft am 18. Oktober in Baunatal.

Jan Pannach und Vincent Noack